AKTUELLES & TERMINE

Die Schriftstellerin Nathalie Schmid stellt neue Gedichte vor – und im Rahmen der Werkstattgespräche-Reihe Teppich zur Diskussion. Ausserdem als Gesprächsgäste dabei: Sascha Garzetti, Carlo Spiller und Ulrike Ulrich.
Ich moderiere die Veranstaltung, die am Mittwoch, dem 5. September 2018, um 19 Uhr im Debattierzimmer des Literaturhauses Zürich stattfindet.

Und am Samstag, 10. November, werde ich selbst lesen. Bei der Vernissage der neuen Ausgabe der Literaturzeitschrift Narr #25. In der GGG-Bibliothek in Basel; im Rahmen der BuchBasel.

Das Literatur-Portal Fixpoetry publiziert täglich einen “Text des Tages”.
Heute ist dieser “Text des Tages” ein Prosagedicht von mir:
“Alle Väter”, nachzulesen hier.

Am Morgen des 25. März 1996 wurde Johann Scheerer von seiner Mutter geweckt. “Ich tat, als ob ich noch schliefe, ließ sie meinen Rücken streicheln und genoss die paar Sekunden, die ich noch hatte, bevor ich mich anziehen und in die Schule musste. Ich war Ende des vergangenen Jahres dreizehn geworden, Körperlichkeit zwischen meinen Eltern und mir war selten. Der Dämmerschlaf dieser morgendlichen Augenblicke erlaubte es mir, mich nicht gegen die Hand meiner Mutter zu wehren.”
Auf die Berührungen der Mutter folgten ihre Worte. Möglichst kindgerecht versuchte sie, dem Sohn beizubringen, dass sein Vater entführt worden ist. Sein Vater ist Jan Philipp Reemtsma: Literaturwissenschaftler, Sozialforscher, Mäzen und Multimillionär. Erst nach 33 Tagen, in denen er in einem Keller eingesperrt und an die Wand gekettet war, kam er frei.
Seine Erlebnisse hat Jan Philipp Reemtsma in dem beeindruckenden Buch “Im Keller” festgehalten, das 1997 erschien. Bereichert wird dieser Bericht jetzt, zwei Jahrzehnte später, um die Perspektive des Sohns.
Hier meine Rezension zu “Wir sind dann wohl die Angehörigen” aus der Mai-Ausgabe der NZZ-Bücher am Sonntag:


(Zur Vergrößerung anklicken.)

Die neue Ausgabe der Literaturzeitschrift Entwürfe widmet sich dem Thema “Halt”. Eine Kurzgeschichte von mir: auf Seite 109 ff.

Das Literatur-Portal Fixpoetry publiziert jeden Tag einen “Text des Tages”.
Heute ist dieser “Text des Tages” eines meiner Gedichte:
“Trostsuppe”, nachzulesen hier.

Am 28. Januar 2013 machte eine traurige Nachricht aus der malischen Oasenstadt Timbuktu die Runde: Auf der Flucht vor französischen Streitkräften haben Islamisten das Ahmed-Baba-Institut in Brand gesteckt. Die im Gebäude aufbewahrten altertümlichen Handschriften seien zerstört, teilte der Bürgermeister mit. Das ganze Ausmaß könne er noch nicht absehen, doch die Situation sei “dramatisch”. Was damals kaum einer – nicht einmal der Bürgermeister – wusste: Fast der gesamte Inhalt des Ahmed-Baba-Archivs, wie auch die zahlreichen Sammlungen aus Privathäusern und anderen Bibliotheken befanden sich zum Zeitpunkt des Brandes nicht mehr in der Stadt. Eine Gruppe von Bibliothekaren und Archivaren hatte sie in Sicherheit gebracht. So hielt sich der Schaden beim Brand des Ahmed-Baba-Instituts in Grenzen.

Als Charlie English davon hörte, gab er seine Stelle als Leiter des Auslandressorts beim “Guardian” auf, um diese Rettungsaktion zu rekonstruieren. Das 432 Seiten starke Ergebnis heißt “Die Bücherschmuggler von Timbuktu”. Für die aktuelle Ausgabe der NZZ-Bücher am Sonntag habe ich Charlie Englishs beeindruckende Reportage rezensiert, nachzulesen auf Seite 22 des PDF.

Für alle Nicht-Berlin-Fans dürfte “Stadt der Feen und Wünsche” eine so bereichernde wie bestätigende Lektüre sein. Für die aktuelle Ausgabe der NZZ-Bücher am Sonntag habe ich Leander Steinkopfs Erzählung rezensiert, nachzulesen auf Seite 8 des PDF.

Gerade habe ich nachgezählt: Auf meiner diesjährigen Leseliste stehen genauso viele Bücher wie auf der von 2016. 2017 ist es allerdings seltener vorgekommen, dass ich ein Buch angefangen und wieder weggelegt habe.
Drei Bücher, die ich besonders empfehlen möchte: “Kukolka” von Lana Lux, “Treideln” von Juli Zeh und der von Matthias Jügler herausgegebene Sammelband “Wie wir leben wollen. Texte für Solidarität und Freiheit”.
“Kukolka”, traurig, spannend und berührend, habe ich verschlungen, wie es so schön heißt. “Treideln” hat mich genau in der richtigen Schreib- und Lebensphase erreicht. Und “Wie wir leben wollen” ist ein Buch, für dessen Existenz ich schlichtweg dankbar bin.

Hier nun die Liste: (weiterlesen…)

Lektüre für die Wintertage. Die neue Ausgabe der Literaturzeitschrift Entwürfe ist gerade erschienen. No. 84. Sie widmet sich der Schweizer Lyrik. Und es ist auch ein Beitrag von mir dabei.

Mit einem spektakulären Blick auf Eiger, Mönch und Jungfrau liegt das Landgut Sparrenberg am Südhang des Gubrist über dem Limmattal. Der Garten wird gerahmt von italienisch anmutenden Steinsäulen. In der Mitte streckt ein Magnolienbaum seine Arme aus, Salbei wuchert im Kräuterbeet, ein Springbrunnen plätschert, drei Kaninchen hoppeln durch ihren weiträumigen Stall. Lediglich der Fluglärm schafft es ab und an, die Idylle zu zerschneiden.

Hier oben logieren vier Senioren in einer noblen Wohngemeinschaft.
Ihren Alltag habe ich für die November-Ausgabe des NZZ-Folio beschrieben.
Die wunderschönen Fotos im Heft stammen von Suzanne Schwiertz, Zürich.