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Am 28. Januar 2013 machte eine traurige Nachricht aus der malischen Oasenstadt Timbuktu die Runde: Auf der Flucht vor französischen Streitkräften haben Islamisten das Ahmed-Baba-Institut in Brand gesteckt. Die im Gebäude aufbewahrten altertümlichen Handschriften seien zerstört, teilte der Bürgermeister mit. Das ganze Ausmaß könne er noch nicht absehen, doch die Situation sei “dramatisch”. Was damals kaum einer – nicht einmal der Bürgermeister – wusste: Fast der gesamte Inhalt des Ahmed-Baba-Archivs, wie auch die zahlreichen Sammlungen aus Privathäusern und anderen Bibliotheken befanden sich zum Zeitpunkt des Brandes nicht mehr in der Stadt. Eine Gruppe von Bibliothekaren und Archivaren hatte sie in Sicherheit gebracht. So hielt sich der Schaden beim Brand des Ahmed-Baba-Instituts in Grenzen.

Als Charlie English davon hörte, gab er seine Stelle als Leiter des Auslandressorts beim “Guardian” auf, um diese Rettungsaktion zu rekonstruieren. Das 432 Seiten starke Ergebnis heißt “Die Bücherschmuggler von Timbuktu”. Für die aktuelle Ausgabe der NZZ-Bücher am Sonntag habe ich Charlie Englishs beeindruckende Reportage rezensiert, nachzulesen auf Seite 22 des PDF.

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